Artenschutzrechtliche Pr├╝fungen

Unter Beachtung des Artenschutz-Urteiles des Europ├Ąischen Gerichtshofes vom 10.01.2006 (Az.: C-98/03) sowie des Bundesnaturschutzgesetzes (vom 01.03.2010) dient eine Artenschutzrechtliche Untersuchung der beh├Ârdlichen Pr├╝fung von Pl├Ąnen oder Vorhaben bez├╝glich der Zugriffsverbote des ┬ž 44 des Bundesnaturschutzgesetzes sowie der artenschutzrechtlichen Vorgaben der FFH-Richtlinie und Vogelschutzrichtlinie. Im Einzelnen wird gepr├╝ft, ob eine Betroffenheit von besonders und streng gesch├╝tzten Tier- und Pflanzenarten und europ├Ąisch gesch├╝tzten Vogelarten vorliegt und/oder gegen einen Verbotstatbestand des ┬ž 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz versto├čen wird. Die Erarbeitung des Artenschutzrechtlichen Fachbeitrages dient dem strengen Schutz von Arten entsprechend

  • der EU-Vogelschutzrichtlinie (VRL),
  • des Anhangs IV Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) (92/43 EWG),
  • der Anh├Ąnge A und B VO 1332/2005 EG-Artenschutzverordnung (EG-VO),
  • der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) Anlage 1, Spalte 2 und 3.

F├╝r europ├Ąisch gesch├╝tzte Vogelarten sind Eingriffe in den meisten F├Ąllen von hoher Relevanz. Daher wird die Artengruppe bei der Pr├╝fung differenziert betrachtet. Die Einstufung erfolgt einerseits nach den Gef├Ąhrdungskategorien der aktuell g├╝ltigen Roten Liste und andererseits werden Koloniebr├╝ter sowie Zugvogelarten mit traditionellen Rast-, Nahrungs- und Schlafpl├Ątzen betrachtet. In Zusammenarbeit mit kompetenten und erfahrenen Biologen/ ├ľkologen/ Ornithologen erfolgen detaillierte Kartierungen zum Vorkommen der zu betrachtenden Tier- und Pflanzenarten im Planungsgebiet. Wir erstellen diese artenschutzrechtlichen Fachgutachten, mit denen eine wesentliche Voraussetzung f├╝r die beh├Ârdliche Pr├╝fung des Antragsgegenstandes bez├╝glich der Einhaltung der artenschutzrechtlichen Verbotstatbest├Ąnde gegeben ist.

  • Artenschutzrechtliche Fachbeitr├Ąge in der Bauleitplanung
    und im Stra├čenbau

    Grundlage der artenschutzrechtlichen Pr├╝fung ist die Erfassung aller im Planungsgebiet vorkommenden Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie und der europ├Ąischen Vogelarten gem├Ą├č Art. 1 der Vogelschutzrichtlinie. Das erfolgt einerseits durch intensive Vor-Ort-Kartierungen, andererseits, wenn diese nicht m├Âglich sind, anhand der vorkommenden Habitatstrukturen, die als Lebensraum f├╝r bestimmte Tier- und Pflanzenarten von Bedeutung sind (Potenzialabsch├Ątzung).

    Darauf aufbauend erfolgt eine Risikobewertung der vorkommenden Arten, also in wieweit diese durch das Vorhaben entsprechend der Verbotstatbest├Ąnde des Bundesnaturschutzgesetzes betroffen sind. Auch hier gilt in erster Linie, inwieweit die ermittelte Betroffenheit durch Ma├čnahmen und Planungsoptimierungen vermieden bzw. vermindert werden kann. Sind erhebliche Beeintr├Ąchtigungen nicht vermeidbar wird gepr├╝ft, inwieweit die Legalausnahme des ┬ž 44 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetzes angewendet werden oder, wenn das nicht m├Âglich ist, eine Ausnahme unter Beachtung der rechtlich festgesetzten Voraussetzungen zugelassen werden kann.
    Eine Ausnahme kann nur zugelassen werden, wenn keine zumutbaren Alternativen gegeben sind.

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